Mi
09
Mai
2012
Die "Stunde der Gartenvögel" ist die größte naturwissenschaftliche Mitmach-Aktion in Deutschland. Möglichst viele Menschen sollen in ihrem Garten eine Stunde lang die Vögel zählen. Große Vorbildung ist nicht nötig. Interesse an der Natur, ein einfaches Fernglas und vielleicht ein Blick ins Vogelbuch oder auf die Hilfsangebote auf der NABU-Internetseite reichen. Je mehr Menschen mitmachen, desto bessere Ergebnisse über die Verbreitung der Vögel werden erzielt. Dabei geht es nicht nur um Seltenheiten, sondern auch um Einschätzungen der Bestandsentwicklung. Hat sich z.B. die Amsel von den letzten trockenen Frühjahren erholen können?
Fr
04
Mai
2012
Weltweiter Klimawandel, Energiewende, Mehrkosten bei Strom,Kraftstoff und Heizung interessieren viele Bürger – glaubte wenigstens das Klimabündnis Oberberg und lud vor der Landtagswahl die oberbergischen Kandidaten von CDU, SPD, Grünen, FDP, Linken und auch den Piraten zu zwei öffentlichen Kandidatenbefragungen ein. Die Kandidaten sollten sich den Fachfragen des Klimabündnis Oberberg und den Nachfragen der Bürger stellen, um die unterschiedlichen Strategien der Parteien transparent werden zu lassen.
Das Klimabündnis Oberberg hatte sich intensiv auf einen Austausch der verschiedenen politischen Richtungen vorbereitet und wollte zur Findung eines gemeinsamen Termins interaktive Internetoptionen nutzen, damit keiner bei der Terminfindung unter die Räder kommt. Viel Arbeit – wenig Nutzen:denn zwei Parteien haben bei der Terminfindung schlicht nicht mitgemacht: die Piraten und die CDU! Was bei den Piraten angesichts halbleerer Parteiprogramme noch lässlich scheinen mag, verwundert bei der CDU. Zu keinem der 25vorgeschlagenen Termine von Mitte April bis Anfang Mai konnten die CDU-Kandidaten zusagen.
Es sind sicherlich terminliche Gründe gewesen, die die Befragung nicht zustande kommen ließen. Von Seiten des Klimabündnisses wäre es aber sehr wichtig gewesen, alle Kandidaten zu diesem Thema zu hören und durch die Öffentlichkeit der Veranstaltung, viele Bürger mit den Positionen der Parteien vertraut zu machen.Gute Absichten unterstellend gehen wir als Klimabündnis davon aus, dass alle Parteien unser Anliegen sowieso unterstützen und darüber ungern viele Worte verlieren!?
Do
03
Mai
2012
Arbeitskreis Vogelschutz bringt neuartiges Lehmfloß an der “Klues” in Denklingen an
Die Mehlschwalbenkolonie in Denklingen kann jetzt endlich wieder Nistmaterial für neue Nester in Kolonie-Nähe finden:
Bereits seit Jahren beobachtet Joachim Tiedt (ehemaliger oberbergischer Vogelschutzbeauftragter) eine zunehmende Verschlechterung der Brutsituation für Mehlschwalben. Kolonien werden verlassen, weil haftfähiges Baumaterial durch Asphaltierung der Feldwege fehlt und auch das Nahrungsangebot durch mangelnde Artenvielfalt in der Landschaft und Insektizid-Einsatz geringer geworden ist.
Mi
02
Mai
2012
Evangelische Kirchengemeinde Eckenhagen ist vorbildlich im Vogelschutz
Wieder einmal hat die Evangelische Kirchengemeinde Eckenhagen gezeigt, dass sie es ernst meint mit der Bewahrung der Schöpfung!
Rechtzeitig vor der Ankunft der Mauersegler aus Afrika Anfang Mai installierten Mitglieder des NABU-Arbeitskreises „aktiver Vogelschutz“ am 27.4.2012 in einer mehrstündigen Aktion am evangelischen Gemeindehaus (dem ehemaligen „Haus des Gastes“) zwölf spezielle Nisthilfen. Wertvolle Hilfe leistete dabei der Hubsteiger der Fa. Sascha Valperz, die dieses Gerät dankenswerterweise der Kirchengemeinde kostenlos zur Verfügung stellte.
Do
19
Apr
2012
Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des NABU Oberberg begaben sich rund 45 NABU-Mitglieder, darunter viele Kinder und Jugendliche, auf eine Exkursion an die Nordsee, um die dortige, so ganz andere Natur näher kennenzulernen.
Eine geführte Wattwanderung vermittelte ein neues Bild vom Leben im und unter dem Meer – anschließend wurden Wattwürmer, Muscheln und Krebse unter dem Mikroskop noch näher vor Augen geführt.
Do
05
Apr
2012
Osterfeuer (Foto: Roland Zumbühl)
Ostern steht vor der Tür und hier und dort sieht man bereits wieder aufgeschichtete Holzhaufen für die Osterfeuer. Nicht nur traditionelle „Brauchtumsfeuer“, auch andere Feuer werden im Frühjahr entzündet. Nichts gegen das angestammte Osterfeuer: Freude am Feiern und am Frühling sind für Viele ein guter Grund!
Osterfeuer sind aber nicht nur eitel Freude; sie haben auch negative Wirkungen. Und zwar für Kleintiere und über ihren Feinstaubausstoß auch auf die Gesundheit!
Letztes Ostern kam es nach amtlichen Daten großflächig zur Überschreitung der Feinstaub-Grenzwerte, wobei zusätzlich zum damals ohnehin trockenen Wetter auch die vielen Osterfeuer eine wesentliche Rolle spielten (siehe damalige Pressemitteilung der zuständigen Behörde, des LANUV NRW). Auch graphische Auswertungen des Umweltbundesamtes zeigen das Problem (siehe JPG-Dateien): Am Karsamstag (23.4.11) war die hohe Feinstaubbelastung noch auf den Großraum Ruhrgebiet beschränkt, Ostersonntag dehnt sich ein großräumiges Feinstaubgebiet über fast ganz NRW aus.
Mo
02
Apr
2012
Wiehls Bürgermeister Becker-Blonigen
1987, vor 25 Jahren, wurde der NABU-Oberberg – damals als OBN – gegründet. Am Freitag den 30.3. hielten die Naturschützer also ihre 25. Jahreshauptversammlung ab. Da gab es viel zu sagen: Von 18:30 bis 21:30 wurde Vergangenheit und Zukunft des oberbergischen Naturschutzes beredet. Wiehls Bürgermeister Werner Becker-Blonigen hielt ein mutiges Grußwort, das auch auf die Konfliktlagen zwischen Naturschutz und den kommunalen Bemühungen im Kampf mit dem demographischen Wandel einging. Keine Lobhudelei, sondern eine konstruktive Herausforderung. Genau das hatte sich der NABU gewünscht!
So
01
Apr
2012
Dampflok Waldbröl
Der Artenschutz macht auch vor dem Oberbergischen nicht halt: "Zu Recht" findet Sibylle Rottmann "Auch Tiere haben Rechte und für die kämpfen wir!". Dass es nun ausgerechnet die Wiehltalbahn trifft, damit hatten allerdings wenige gerechnet. "An sich begrüßen wir den Schienenverkehr, aber wir können uns nicht blind stellen, wenn es um seltene Tiere geht." sagt Michael Gerhard "Die Wiehltalbahn darf im Sommerhalbjahr nicht fahren!" Grund für das Verdikt der Naturschützer sind Schlangen, genauer Ringelnattern, die im Wiehltal die Bahnstrecke bei Bielstein kreuzen. "Insbesondere auf Höhe von Kehlinghausen und immerhin in einem Naturschutzgebiet müssen die Ringelnatter-Weibchen die Bahnstrecke überqueren. Wir können nicht dulden, dass immer wieder Nattern-Weibchen überfahren oder vergrämt werden!" sagt Tassilo Rau vom NABU Vorstand.
Di
27
Mär
2012
Familie Schoeler aus Eckenhagen wartet erwartungsvoll auf die Ankunft der zahlreichen Mehlschwalben, die sie nun schon seit vielen Jahren unter ihrem Dach beherbergt und dabei anfallende Kotspuren an der Hausfassade toleriert.
Gerade Mehlschwalben leiden besonders an mangelnden Nistmöglichkeiten, da viele Bürger wegen der Verschmutzung verbotenerweise ihre Nester entfernen. Glatte Fassaden und Mangel an Nistmaterial tun ihr übriges zum Aussterben der Vögel.
Di
27
Mär
2012
Obstbäume brauchen regelmäßige Pflegeschnitte. Das gilt besonders für junge Bäume, deren Krone in den ersten 10 Jahren jedes Jahr gepflegt werden muss. Obstbaumschnitt ist keine Geheimlehre - jeder kann es lernen! Z.B. von Markus Nitzsche und Harald Hamel, die für den NABU – Oberberg nun schon seit etlichen Jahren Obstbäume im Oberbergischen schneiden.
Am Samstag fand auf der im Herbst 2009 angelegten Streuobstweide bei Marienheide-Neuenhaus ein Schnittkurs statt, an dem 40 Personen teilnahmen. Markus Nitzsche und Harald Hameln zeigten, worauf es ankommt. Und dann konnte jeder Teilnehmer das Gelernte gleich anwenden - 100 Jungbäume standen zum Üben unter fachkundiger Anleitung und Kontrolle zur Verfügung.
Mi
21
Mär
2012
Star (Foto: Klaus Mühlmann)
Höchste Zeit für Vogelfreunde!
Die ersten Vögel, Meisen, aber auch Sperlinge und Stare, stecken jetzt schon im Nestbau. Aber "Natürliche Brutplätze für Höhlenbrüter wie Meisen sind heute Mangelware.", so Prof. Walter Breuer vom NABU. „Alte Bäume mit Höhlen oder Spechtlöchern werden als Risiko angesehen und beseitigt. Für Vögel gehen Brutplätze in den Baumhöhlen verloren!“
Da können nur künstlichen Nisthilfen den wohnungssuchenden Tierarten über die Runden helfen. "Mit einem Nistkasten kann man Meisen, Feld- und Haus-Sperlingen, Rotschwänzen oder dem Star
ein passendes Quartier schaffen!" erklärt der NABU-Vogelexperte.
Für die Meisen ist es jetzt allerhöchste Zeit einen Kasten aufzuhängen. Auch Stare und
Kleiber bereiten schon den Einzug vor.